Sep 17 2012

enzo cage – on



enzo cage – on


Mar 1 2012

evelyn fotosession


Feb 27 2012

we space winteraustreiben


www.we-space.de


Feb 24 2012

we space masks


Jan 22 2012

Motivationsorientierte Persönlichkeitsentfaltung

Motivationsorientierte_Persönlichkeitsentfaltung.mp3


Jan 5 2012

piano improv


last day


Dec 28 2011

Das Begegnungsangebot als Geschenk

In den letzten Wochen habe ich einige für mich schwierige Auseinandersetzungen mit Freunden führen müssen, mit denen ich schon seit Jahren gemeinsam und mit viel Freude und Enthusiasmus Projekte im Rahmen von We Space betreibe. Ich habe lange darüber nachgedacht und dabei ist für mich ein Bild entstanden, das mir einiges darüber erzählen konnte, was wir bei We Space eigentlich machen.

Für mich ging es in diesen Auseinandersetzungen um eine Haltung, sich selbst und den Gemeinschaften gegenüber in denen jeder einzelne von uns aus seiner Perspektive gerade lebt, um ein Menschenbild, um eine neue Kultur von Gemeinschaft. Es ging um die Frage, ob wir in einer offenen, oder geschlossenen Gemeinschaft leben wollen, ob es sich lohnt gemeinsam die Kraft aufzuwenden sich dem Aufwand zu stellen, den offene Gemeinschaften ihren Teilnehmern verursachen. Es ging um die Frage, ob der Bezugsrahmen für das Handeln in einer gegebenen Gruppe ausschließlich die aktuell tatsächlichen Teilnehmer der Gruppe umfassen soll, oder ob zukünftig dazu stoßende, oder durch Beziehung verbundene, indirekte Teilnehmer ebenfalls als abstrakte Größe in diesen Bezugsrahmen mit einbezogen werden soll. Es ging um die Frage, ob und wie es sich aus energetischer Sicht lohnen kann, gemeinschaftlich diesen abstrakteren Bezugsrahmen zu wählen. ( Analog einer nationalen Standortpolitik gegenüber einer aufwendigeren humanistischen, global-solidarischen Politik. )  Es ging um die Frage, wessen Interessen wir berücksichtigen wollen und welches Gewicht die eigenen Interessen haben, gegenüber den Interessen der aktuellen Gemeinschaft und gegenüber den Interessen der sich in Entwicklung befindenden, zukünftigen Gemeinschaft.

In diesen Auseinandersetzungen ging es aber noch mehr um die Frage, welche Rolle dem Anbieter von Begegnungsräumen zukommen soll, inwieweit denjenigen, die ihre persönliche Kraft und Zeit einsetzen um Gemeinschaft über Begegnungsangebote herzustellen, Förderung und Schutz zukommen soll. Dabei beziehe ich mich vor allem auf Gruppebegegnungsangebote, mit erheblichem Planungsaufwand und dem tragen von Verantwortung bei deren Durchführung. Es ging um Gruppen-Identifikationsbedingungen und ob das Mitwirken an einer Gruppe Identifikation durch basisdemokratische Mitbestimmung vorraussetzt, oder ob es möglicherweise einen neuen, wirksamer Gemeinschaft bildenden  Identifikationsrahmen geben könnte, der Gemeinschaft bildende Begegnungsangebote als Geschenke auffasst, die man dankbar annimmt, anstatt deren innere Struktur vor der Annahme auszuhandeln. Und wieder ging es um zwei mögliche Bezugsrahmen für Identifikation: einen traditionellen Bezugsrahmen, der sich auf eine gegebene, konkreten Gruppe bezieht und einen neuen, möglichen Bezugsrahmen, der sich auf eine abstrakte Schar von zukünftig möglichen Gruppen bezieht, die erst über einen Schutz der Integrität von Begegnungsangeboten heraus möglich wäre.

Es ging um den Emanzipationskampf einer neuen, aufstrebenden, entfaltungsorientierten Kultur des initiativen anbietens von Begegnungsräumen innerhalb einer traditionellen, auf Konsistenz und Kontinuität orientierten Gemeinschaftskultur.

Ich meine auch inzwischen die Bedingen der Möglichkeit einer solchen Angebotskultur in groben Zügen benennen zu können. Der Individualismus, der sich seit vielen Jahrzehnten kontinuierlich weiter entwickeln konnte, hat durch das Internet einen dramatischen neuen Impuls erhalten. Der inzwischen völlig befreite Zugang  zu Information und digitale Kommunikations- und Gruppenabstimmungswerkzeuge wie Email, Facebook, Googledocs, Mailingslisten, Doodle, etc. haben dem Individuum einen völlig neuen Handlungsoptionshorizont für Gemeinschaft bildende Initiativen hinterlassen. Komplexe Gemeinschaft bildende Selbstorganisationsimpulse sind derart einfach, billig und unaufwendig geworden, das die Frage nach der Rentabilität eines aufwendigeren Bezugsrahmens für Gruppenidentifikation neu gestellt und beantwortet werden muss. Das Internet hat die Bedingungen für Gemeinschaftsbildung verändert und die Möglichkeiten drastisch erweitert. Das ohnehin bereits durch Aufklärung, Bildung und eine exzellente technische Infrastruktur mächtige Individuum der neunziger Jahre, hat durch das Internet einen Quantensprung in seinen Selbstermächtigungsmöglichkeiten erlebt. Gemeinschaft ist fortan nicht mehr etwas, das sich systemisch von außen dem Individuum in Form von Familie, Religion, Wirtschaft, Vereinswesen und Freundeskreis aufdrängt. Gemeinschaft hat eine neue, aktivere Dimension bekommen. Mit etwas freier Zeit, grundlegenden Internetfertigkeiten, etwas Initiative und einer diese Initiative schützeden Kultur, die die Integrität von Begegnungangeboten wertschätzt, ist inzwischen jedes Individuum dazu in der Lage, tiefgreifenden Einfluss auf seine individuelle Gemeinschaftskultur zu nehmen – sogar tiefgreifender als alle bisherigen, Gemeinschaft bildenden Kräfte zusammen genommen, wenn man die inzwischen weit verbreiteten Möglichkeiten an Teilzeitarbeit und damit Freizeit für seine Persönlichkeitsentfaltung nutzt.

Ich bin aus diesen schmerzhaften Auseinandersetzungen mit einer größeren Klarheit und mit mehr Perspektive heraus gegangen. Und ich wundere mich nicht, das gerade ich als ein autodidaktischer Webdesigner mit umfangreichen digitalen Kommunikationsfertigkeiten und einer sehr hohen Bedürftigkeit nach einer entwicklungsfördernden Gemeinschaftskultur als einer der Hauptaktivisten diese neue Angebotskultur antreibe. Doch was für mich in dem ganzen Bild den eintscheidenden Unterschied macht ist, dass ich durch meine radikale Persönlichkeitsentfaltungsorientierung in guten Kontakt mit der Wirksamkeit meines Handelns kommen konnte und das in diesem Kontext in mir die Überzeugung reifen konnte, das (Gemeinschafts-) Kultur sich diskontinuierlich über Resonanzeffekte aufschaukelt und das auch einzelne Individuen (also  auch ich) solche Resonanzeffekte z.B. durch Diskursaufbau auslösen können, wenn sie nur beständig genug ausreichend stimulierende Wirkungen auf einem tatsächlich existierenden Resonanzpunkt fokussieren können. Ich finde mich also in der Rolle eines Visionärs wieder, die ich nicht der Beachtung oder Anerkennung wegen angenommen habe, sondern die sich aus der Kombination meiner Lebensverhältnisse, Fertig- und Bedürftigkeit heraus ergeben hat. Ich habe immer die Begegnung auf Augenhöhe gesucht, wollte nie wertiger, oder mächtiger sein als die Menschen mit denen ich in Beziehung stehe. Was ursprünglich einmal eine gewagte Hypothese war, ist für mich im praktisch gelebten Alltag zu einer Erfahrungstatsache geworden. Das Angebotsprinzip, wie Caro, Jona und ich es genannt haben, also eine Kultur die Begegnungsangebote schätzt und schützt, funktioniert. Es funktioniert sogar so gut, das ich klar und deutlich das Potential spüren kann, das hinter der kulturellen Resonanz dieses Prinzips liegt. Ich weiß genug über die sozialen Bedürfnisse des Menschen und kann klar und deutlich den Gewinn an Lebensqualität extrapolieren, der in einer breit gelebten Angebotskultur läge. Und ich weiß genug über selbstverstärkende Wertschöpfungsprozesse und den Energien die sie freisetzen können. Für mich ist diese Möglichkeit des gelebten Angebotsprinzipes bereits Realität. Und nicht nur weil mein Alltag seit Jahren völlig davon durchdrungen ist, sondern weil ich das ganze sogar bereits auf der Ebene von trivialen, passiven Technikfolgen beobachten gelernt habe. Analog zum dramatischen Moilitätszugewinns des durchschnittlichen Individuums durch die wachsende Automobil- und Flugverkehrsindustrie. Noch vor 150 Jahren sind die meisten Menschen kaum aus dem Dorf herraus gekommen in dem sie geboren wurden und heute ist unser Aktionsradius global. Solche Folgeeffekte lassen sich weit im Vorraus anhand der Wertigkeit einer in den Startlöchern stehenden Technologie bestimmen, was in unzähliger Variation geschichtlich belegt werden kann. Einen Effekt, den Facebook und dessen Nachfolgetechnologien mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausüben wird ist, dass das Individuum damit massiven Einfluss auf die Beschaffenheit und die Aktivitäten seines unmittelbaren sozialen Umfeldes nehmen wird, weil es sich dessen Einflussnahmemöglichkeiten bemächtigen will, so wie wir uns heute wie selbstverständlich in einen Erdölbetriebenen Metallkasten mit Gummirädern setzen, um mit sanften Druck auf ein Fußpedal unser Körper innerhalb weniger Sekunden auf die lebensgefährliche Geschwindigkeit von 150 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen, um stundenlang in diesem Zustand zu verweilen, mit dem einzigen Beweggrund, mal wieder unsere Großmutter zu besuchen. Es ist nicht sonderlich gewagt eine Automobilindustrie vorherzusagen, wenn man einmal in einem der ersten Automobile gesessen ist, die Wertigkeit von Mobilität als gesellschaftliche Ressource gespürt hat und ausreichend technisches Verständnis mitbringt, wie aufwendig es ist diese Wunderdinger kostengünstig in Serie herzustellen.

Ich glaube an die Angebotskultur, weil ich ihre Kraft täglich erlebe. Und ich beobachte mit entzücken, wie spielerisch es den meisten gelingt, sich die täglich neuen, digitalen Kommunikationsfertigkeiten anzueignen und wie kostengünstig inzwischen der technische Zugang dazu ist. Leistungsfähiges Smartphone, Datenflatrate inklusive, 15€ im Monat – und das bei einem in Deutschland durchschnittlichen Jahrseinkommen von 28.000€. Diese Technologie ist inzwischen billiger geworden als das Wasser das wir trinken. Und deren Wirkung entspricht dem einer sozialen Revolution. Es passiert nur so viel so schnell, dass wir sie gar nicht mehr also solche realisieren.


Aus diesen Gründen will ich für die Idee werben, Begegnungsangebote ähnlich zu behandeln wie Geschenke.


Der Geschenkcharakter wird nicht nur durch die fehlende unmittelbare Gegenleistung erzeugt, sondern auch durch die Integrität des Geschenkes selbst. Es ist entscheidend ein Geschenk als ganzes zu respektieren und anzunehmen so wie es angeboten wird, ohne das es vor der Annahme in seine Komponenten zerlegt und über deren Zusammensetzung verhandelt werden muss. Der Akt des Schenkens muss für den Schenkenden einfach genug sein, damit schenken überhaupt statt finden kann und es liegt im beiderseitigen Interesse das das so ist.

Die Problematik im annehmen von Begegnungsangeboten entsteht durch einen Identifikationsmangel des Annehmenden und dessen Bezugsrahmens, der den Begegnungsannehmenden in eine relativ schwache Position bringt. Mitgestaltung ist unmittelbar nicht möglich und nur durch eigene anschließende Angebotsinitiative ausgleichbar. Fühlt sich der Angebotsnehmer nicht in der der Lage, selber ähnliche Angebote zu machen,  muss er sich von der Mitgestaltung ausgeschlossen und entmachtet fühlen. Der Machtausgleich kann teils über die Bereitschaft des Angebotsgebers statt finden, seine Angebotsfertigkeiten mit dem Angebotsnehmer zu teilen und aktiv Hilfestellung zu leisten. Diese Grundhaltung zur Bereitschaft zur Hifestellung finde ich tief verwurzelt in der We-Space-Kultur.

Das bedeutet, dass Gestaltung der Gemeinschaftsbedingungen unmittelbar von privater Initiative abhängig ist und das diese Initiative Ressourcen voraussetzt die ungleich verteilt sind. Vor allem frei verfügbare Zeit spielt hier die entscheidende Rolle der knappen Ressource. Der Zugang zu allen restlichen Ressourcen ist im Verhältnis zu Freizeit relativ gleich verteilt. Viel Freizeit zu haben oder eben nicht, hängt unmittelbar an oft weit in der Vergangenheit getroffenen Berufsentscheidungen und an in der Gegenwart wirkenden Karriereerwartungen. Auch Alterssicherung, Familienplanung und elterliche Vermögensverhältnisse spielen hier mit hinein. Sich für viel freie Zeit zu entscheiden, bedeutet für viele noch sich gegen Sicherheit und Familie entscheiden zu müssen. Doch wird das auf Dauer nicht so bleiben. Die Initiativkraft einer Angebotsgemeinschaft birgt ein erhebliches gesellschaftliches Transformationspotential, das diese aktuellen Nachteile ausgleichen und sogar ins Gegenteil verkehren kann. Das wiederum zeigt auf ein radikal verändertes, an Befindlichkeit orientiertes Konsumverhalten und auf eine höhere Arbeitsproduktivität durch drastischen Automatisierungsanstieg in der Produktion durch die anstehende Robotikrevolution. Die traditionellen Konzepte von Sicherheit im Alter unterliegen ebenfalls einem dramatischen Wandel. Um sich diesen potentiellen Ressourcen zu öffnen, ist allerdings eine entfaltungs- und zukunftsorientierte Grundhaltung Voraussetzung – die es vor allem im Kontext von dominanten Umweltideologien als neuem konservativen Mainstream schwer hat sich durchzusetzen. Mir ist klar das sich Umweltaktivisten selber als progressiv und zukunftsorientiert beschreiben und wahrnehmen. In Relation zur progressiven Speerspitze, dem Singulary Movement, sind Umweltideologien jedoch alles andere als Zukunft bejahend. Wie an den Aktienmärkten wird es immer wichtiger, welchen Einfluss kulturelle Strömungen einmal haben werden und es wird zunehmen unwichtiger, welche Einflüsse sie im Moment noch ausüben. Plastisch kann man das im Moment an der Bewertung von Nokia ablesen. Der vor zwei Jahren noch unangefochtene Mobilfunkweltmarktführer ist durch Umsatzerwartungsabwertung von Marktanalysten regelrecht abgeschossen worden. Die Ursache war eine Fehleinschätzung der Bedeutung von Touchscreentechnologie. Solche Fehleinschätzungen finden permanent statt und zeigen indirekt auf die Kraft von Ideen die Kultur zur Resonanz bringen können. Ich bin überzeugt, das Angebotsprinzip im Kontext von Facebook ist eine solche Idee und es liegt jedem frei diese Idee für sich zu nutzen. Das in dessen konsequenter Anwendung liegende Versprechen zeigt auf eine Welt, in der die Befindlichkeit des Individuums und dessen Gemeinschaftskultur eine rasante Aufwertung erlebt. Und ich will da nicht nur mit dabei sein. Ich will dieses Ding mit euch gemeinsam zum fliegen bringen :)


Dec 23 2011

conny fotosession


Dec 18 2011

isabela fotosession


Dec 18 2011

angelique fotosession


Dec 11 2011

Meine Entsprechung von Religiosität

 

Meine Entsprechung von Religiosität ist ein kontrollierter Aufbauprozess von Überzeugungen

 

Vom Individuum ausgehender Aufbau von Glaubenssätzen

Lernen ist nicht gleich lernen. Bestimmte Ideen, vor allem solche die in die Domäne von starken Überzeugungen, neuen Glaubenssätzen in Verbindung mit Gipfelerlebnissen hinein reichen, werden nicht einfach nur irgendwo im Gehirn abgelegt, wie eines von Millionen von Lernereignissen des alltäglichen Lebens. Besonders relevante, neue Ideen, solche die dann Einfluss auf die Identität und Persönlichkeit eines Menschen ausüben, werden prominent behandelt. Ich habe mich und meine Art zu denken, zu lernen und meine Überzeugungen, Glaubenssätze und Orientierung aktiv zu formen introspektiv untersucht und versucht, den Prozess des neu anlegens eines wichtigen Glaubenssatzes (einer Kernidee) in eine Sequenz von Ereignissen zu zerlegen:

Die Vorbedingungen

Das entdecken einer Kernidee ist selten. Solche Anlässe entstehen zufällig und können nicht direkt provoziert werden. Allerdings macht ein intensiv entfaltungsförderndes Klima die Begegnung mit solchen Ideen deutlich wahrscheinlicher.

Identifikation einer potentiellen Kernidee

Zunächst begegnen mir solche Ideen als Irritationen. Sie wirken unpassend, aber auch faszinierend. Sie leuchten aus dem Ideenstrom heraus und vermitteln mir ein Potentialgefühl, so als läge im Moment des Identifizierens eine seltene Option von Wertschöpfung – statt einfach weiter zu machen halte ich inne und beginne diese Idee auf Relevanz und Einfluss zu untersuchen.

Die identifizierte Idee wir dann einem Kontrast-Konsistenztest unterzogen

Relativ zur Natur der vorliegenden Kernidee, werden alle zur Verfügung stehenden Mittel zum testen auf Konsistenz im bestehenden Kontext angewendet. Je mehr Konsistenztests die Idee besteht, desto höher wird meine Bereitschaft die neue Idee als Kernidee zu akzeptieren und sie einzuführen. Währenddessen entsteht ein Kontrastgefühl, das anzeigt inwieweit diese neue Idee mein bestehendes Ideenmedium erschüttern oder beeinflussen würde. Ein hoher Kontrast emotionalisiert mich stärker und steigert mein Verlangen zur “Selbstergänzung” und zur Einführung als Kernidee.

Bewertung der Relevanz der Kernidee für das Ganze

Würde die neue Kernidee das große Ganze, das Medium, mein Weltbild signifikant verändern, ohne eine Inkonsistenz einzuführen? Wenn ein starker Kontrast spürbar ist und keinerlei Konsistenzbedenken aufkommen, setzt ein Aufwertungsprozess der Kernidee ein, der prinzipiell offen lässt, wie wichtig diese Idee wird. Damit hat jede Kernidee prinzipiell das Potential zur wichtigsten aller Kernideen aufzusteigen und damit maßgeblich meine Persönlichkeit umzuprägen. Das entstehen von höchsten Wertigkeiten kann mich in seltenen Ausnahmefällen bis hin zu Euphoriegefühlen emotionalisieren. Meine Emotionalisierung rückkoppelt dabei nicht mit der Bewertung. Würde sie das tun, würde ich mich mit Wunschphantasien belohnen, was ich nicht zulasse, um diesen für mich so wichtigen  Prozess nicht zu zerstören.

Die Eintscheidung

Ab einem gewissen Bewertungsschwellwert fälle ich dann eine positive Integrationsentscheidung. Die Idee wird als Kernidee akzeptiert und wird aktiv in mein bestehendes Medium von Kernideen intgeriert und bekommt analog zur Bewertung dort eine entsprechend prominente Position zugewiesen. Das Einführen verursacht dann eine Erschütterung, die meine vorhandene Ideenwelt in eine neue Ordnung überführt. Konsistenz stellt sich unter Umständen stark verzögert ein. Manche Erschütterungen sind so massiv, das das gesamte Netzwerk Monate braucht, um von Medium zu Form, von oben nach unten, von regide gekoppelt zu leicht gekoppelt, alle Folgeeffekte der Einführung gleich einem Wasserfall verarbeitet hat.

Die Verortung / Positionierung / Integration

Man könnte meinen, dass vor allem das vernetzen mit anderen Kernideen, einer neu eingeführten Kernidee eine stabile Position verleiht. Das ist jedoch nicht der Fall. Deutlich wichtiger ist es, die neue Kernidee der Klasse der bestehenden Kernideen zuzuordnen. Der Vernetzungskontext ergibt sich bei diesem, vor allem über Bewertung laufenden Prozess eher implizit – die Vernetzung läuft ohne aktives Zutun ab.

Absicherung des gelernten durch aktive Lernverstärkung

Der erste, spontane Memorierungsprozess ist bereits sehr wirksam, da er in einer emotionalen Erregungssituation stattfindet und das memorieren deutlich mehr Zeit und Ruhe bekommt als das bei flüchtigen, passiven Memorierungssituationen der Fall ist. Wichtiger jedoch ist, das durch die Mediumsfunktion der abgelegten Kernidee, die Wahrscheinlichkeit deren Reaktualisierung/ Wiederverwendung stark gestiegen ist, wobei bei jeder Reaktualisierung eine absichernde Lernverstärkung stattfindet, die den Mediumscharakter unterstreicht und langfristig die relative Position im Gesamtnetzwerk ausbildet. Der Hauptunterschied im Umgang mit Kernideen und Ideen liegt in der hochselektiven Neuanlage bei hochfrequenter Reaktualisierung von Kernideen. Kernideen werden mehrere Größenordnungen seltener angelegt als normale Ideen um dann mehrere Größenordnung häufiger reaktualisiert zu werden. Kernideen bilden damit das regide Ideenmedium, innerhalb dessen sich lose gekoppelte Ideen vernetzen und umvernetzen können. Die Kernideen bilden das stabile Medium, innerhalb dessen sich flüchtige Ideen positionieren und verbinden können. Wird eine neue Kernidee in das Medium eingeführt, verändert das das Medium selber und sekundär auch alle Formenrelationen. Dieser Veränderungsprozeß kann spontan abschließen, oder schleichend über Monate ablaufen. Formbildung geschieht kontinuierlich. Mediumbildung geschieht diskontinuierlich bei Einführung einer neuen Kernidee und kontinuierlich durch (a) Vergessen, Degeneration und Rauschverblassung und (b) durch Selbstverstärkung und damit Aufwertung bei Reaktualisierung.

Der Nachhall nach abgeschlossener Integration einer Kernidee

Je nach der Natur der eingeführten Kernidee in das Ideenmedium, kann der Schock für das veränderte Medium nahezu unmittelbar zu einer neuen stabilen Ordnung führen. Es gibt aber auch Fälle, in denen ein langfristiger Transformationsprozeß eingeleitet wird, der die Persönlichkeit transformieren kann.

Fazit

Ein wichtiger Unterschied zwischen meinem Aufbau von Glaubensätzen und der Art und Weise, wie z.B. Christen häufig zu ihrem Glauben finden ist, dass der Prozess bei mir unabhängig von innen als Reaktion auf innere oder äußere Ereignisse statt findet und bei Christen häufig ( vor allem in jungen Jahren ) invasiv von außen induziert wird. Das führt dazu, dass Christen den großen Bonus haben, das Ihre soziale Zugehörigkeit durch das teilen von Kernüberzeugungen mit anderen Christen weniger spannungsgeladen ist als bei mir, der ich durch meine individuellen Glaubenssätze meine Zugehörigkeit über aktives initiieren von Begegnung herstellen muss, was der Bereitstellung umfangreicher Ressourcen bedarf. Hier sind Christen ergonomischer.

Der große Vorteil einer individuellen Überzeugungdifferenzierung von innen heraus besteht in der ungleich höheren Anpassungsfähigkeit an sich rasch verändernde Lebenswelten. Das Christentum kann schon lange nicht mehr Schritt halten, mit der sich immer stärker beschleunigenden Entwicklung von Wissenschaft und Technik, und induziert seiner Glaubensgemeinschaft immer noch Überzeugungen, die in zunehmendem Spannungsverhältnis zu Alltagstatsachen wie z.B. der Evolutionslehre stehen.

Der freie Zugang zu Information hat sich dramatisch entwickelt. In einer Welt in der die Wissenshorizonte innerhalb von Gruppen immer vielfältiger werden, wirken religiöse Glaubenssatzvereinheitlicher zunehmend destruktiv, da die Individuen mit den induzierten Inkonsistenzen alleine gelassen werden und dadurch ihre Anschlussfähigkeit an sich neu bildende Gruppen verlieren können. Ich bin überzeugt, das Zugehörigkeit in einer modernen, komplexen Gesellschaft nicht mehr primär über die Vereinheitlichung von Glaubenssätzen hergestellt werden kann. Wir benötigen dafür dringend feinfühligere Methoden. Es wird für die Individuen zunehmend wichtiger, sich immer und immer wieder neu ein individuelles, konsistentes Bild der Welt zu machen, um den dramatischen kulturellen Wandel, dem wir unterliegen nicht als Bedrohung, sondern als Chance erleben zu können. Je rasanter die kulturelle Evolution verläuft, desto relevanter wird Zukunftsoffenheit für das Wohlbefinden der Menschen. Doch diese Zukunftsoffenheit benötigt eine Anpassungsfähigkeit an Veränderung, die mir inkompatibel zu den Glaubenssatzstandartisierungsansprüchen der großen Religionsgemeinschaften erscheint.

Meine Antwort auf dieses Spannungsfeld zeigt auf die Fertigkeit des Individuums sich unabhängig in seelischer Balance halten zu lernen und vor allem auf eine Kultur, die diese Fertigkeiten wertschätzt und fördert.

Das wiederum erfordert ein drastisches reformieren unseres Menschenbildes. Den Selbstentfaltungskräften unserer Kinder werden in den gesellschaftsbestimmenden Schulsystemen kaum Luft gelassen. Leistungsruck, Disziplin, Fehlervermeidung, Selbstbeherrschung, Prüfbarkeit und Ausbildungsnachweise prägen viel zu häufig das Klima innerhalb dessen unsere Kids aufblühen sollen. Wir wissen schon lange nicht mehr besser was unsere Kinder einmal brauchen werden und lassen ihnen immer noch nicht den Entwicklungsspielraum, das selber bestimmen zu dürfen. Mehr Raum für Selbstbestimmung, quer durch die moderne Gesellschaft, würde in jeder Hinsicht einen für alle gewinnbringenden und sinnstiftenden Unterschied machen. Angefangen mit einer breit unterstützen und geförderten Fertigkeit seine seelische Balance immer wieder neu unabhängig herstellen zu lernen.


Dec 7 2011

elfen we space wochenende


www.we-space.de


Nov 9 2011

die vernunft-bedürfnis-balance

http://www.enzocage.de/mp3/ideenbox/enzo_cage_vernunft-beduerfnis-balance.mp3


Nov 8 2011

werte

http://www.enzocage.de/mp3/ideenbox/enzo_cage_werte.mp3


Nov 5 2011

symbiose

Wo liegt der Punkt, an dem der Mensch und die Wirtschaft füreinander sorgen? Über die Folgen systemischer Verknappung von Freizeit, Verbundenheit und dem Gefühl von Wertigkeit.

http://www.enzocage.de/mp3/ideenbox/enzo_cage_symbiose.mp3


Nov 1 2011

energie

http://www.enzocage.de/mp3/ideenbox/enzo_cage_energie.mp3


Nov 1 2011

Geselliger Individualismus

http://www.enzocage.de/mp3/ideenbox/enzo_cage_geselliger_individualismus.mp3


Oct 25 2011

tapemachine experiments

http://www.enzocage.de/mp3/enzo_cage_etwas_schnell.mp3
http://www.enzocage.de/mp3/enzo_cage_error.mp3


Oct 23 2011

we space matschspiele


Oct 21 2011

Die Bedürfnis-Erwartungs-Balance

Die Bedürfnis-Erwartungs-Balance (20.24)


Oct 20 2011

Freiheit

Freiheit (32:10)


Oct 18 2011

retro future

Aus enzo portraits

Oct 16 2011

Selbstbestimmung in Gemeinschaft

Selbstbestimmung in Gemeinschaft (30:14)


Oct 16 2011

Selbstwirksamkeit

Selbstwirksamkeit (41.02)


Sep 19 2011

bad taste b-day 30 party


b-day 30 party enzo von enzocage


Aug 31 2011

creative we space

http://creative-we-space.blogspot.com


Aug 28 2011

frei schwingende beziehungen

frei schwingende beziehungen


Aug 12 2011

Nase


Aug 12 2011

piano improv

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piano improv


Aug 10 2011

we belong together


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